Zwei unterschiedliche Qualitäten werden manchmal verwechselt.
Dies ist messbar als Dopaminausstoß im Gehirn, ausgelöst durch:
Damit dasselbe Hoch regelmäßig wiedererlebt werden kann, braucht es neue Reize oder eine Erhöhung der Dosis (insb. bei Drogen). Wenn sich jemand immer auf dieselbe Art und Weise Glücksgefühle verschafft, kann dies zu SUCHT führen, zu Abhängigkeit von Substanzen (Drogensucht) oder Abhängigkeit von Verhalten: Workaholic, Spielsucht, Kaufsucht, PC-oder Handy-Sucht. Verhaltenssüchte sind wie ein Hamsterrad: gefangen im eigenen Tun.
Ein relativ konstantes Grundgefühl, das sich nur langsam verändert bzw. weiterentwickelt, ist messbar als Serotoninspiegel. Auch nach starken High-Momenten oder schmerzlichen Ereignissen kehrt das Lebensgefühl in etwa wieder zum gewohnten Niveau zurück. „Erfüllung“ gelingt durch:
Zufrieden sein als Lebensgefühl,
im Idealfall langsam ansteigend
Glücksempfinden „high“ und „down“ durch aktuelle Ereignisse.
Wertorientierung ist ein wesentlicher Beitrag zur Zufriedenheit im Leben. Mit Geld können wir uns kurzfristige Freuden schaffen, viele Untersuchungen zeigen jedoch, dass Geld uns langfristig NICHT glücklich machen kann! Reiche Menschen sind durchschnittlich weniger zufrieden im Leben!!
Viel wichtiger als Wohlstand sind gelungene Beziehungen (Familie, Partnerschaft, Freundschaft) und Freude an der Arbeit (leisten, lernen, Einsatz für Ideale). Geld kann natürlich Sicherheiten schaffen, Sorgen und Nöte beseitigen, es ist jedoch eine Illusion (und Lüge?) unserer Kultur zu glauben, Glück wäre mit Geld machbar. Erlebnisse schaffen wesentlich langfristigere Freuden als materielle Güter.
Zentral für das Lebensgrundgefühl sind Selbstdisziplin, Selbstmanagement und vor allem Selbstwertgefühl!
Hier ein Beispiel: Wenn wir fröhlich sind, schöne Augenblicke genießen, dann leben wir mit Freude auch in einer kleinen Mietswohnung. Der Kauf einer größeren Eigentumswohnung hebt für eine gewisse Zeit die Stimmung, nach ein paar Wochen bis Monaten ist das Lebensgefühl in etwa dasselbe wie vorher in der kleineren Mietwohnung.
Dies ist einer der Gründe, warum materiell arme Menschen glücklicher sein können als reiche.
Ein wichtiger Weg zu Zufriedenheit ist, über sich nachzudenken, bewusst Entscheidungen für die Lebensgestaltung zu treffen, und an diesen selbstgesetzten Zielen zu „arbeiten“. Interessanterweise macht diese Selbstreflexion zugleich auch einfühlsamer. Studien belegen: Selbstlosigkeit macht glücklicher und (langfristig auch im Geschäftsleben) erfolgreicher als Egoismus.